Bauüberwachung in der Elektrotechnik: Aufgaben, Ablauf und Auswahl

Bauüberwachung in der Elektrotechnik sorgt dafür, dass elektrische Anlagen fachgerecht, normkonform und vertragsgemäß umgesetzt werden. Die rechtliche Verantwortung liegt beim Bauherrn, wird aber in der Praxis vertraglich an eine qualifizierte Elektrofachkraft oder ein Ingenieurbüro delegiert. Der vertragliche Bezugspunkt ist HOAI Leistungsphase 8 (Objektüberwachung), die konkrete Teilleistungen vorschreibt.

 

Was gehört unbedingt dazu?

  • Bautagebuch: lückenlose Dokumentation aller Ausführungsschritte und Abweichungen
  • Zwischenmessungen: Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, RCD-Prüfungen zu definierten Meilensteinen
  • Abnahmeprotokolle: fachtechnische Abnahme mit Nachweis der Normkonformität (DIN VDE 0100, DIN VDE 0105)
  • Revisionsunterlagen: vollständige Schalt- und Installationspläne als Abschlusslieferung

Wer das weglässt oder an unqualifiziertes Personal überträgt, riskiert Funktionsmängel, teure Nachträge und offene Haftungsfragen gegenüber Behörden und Betreibern.

Was umfasst die Bauüberwachung Elektrotechnik rechtlich?

Ablaufschema Bauüberwachung in der Elektrotechnik

HOAI Anlage 15, Leistungsphase 8 ist der zentrale vertragliche Rahmen für die elektrotechnische Bauüberwachung. Sie beschreibt Teilleistungen wie Bautagebuch, Aufmaß, Rechnungsprüfung, fachtechnische Abnahme und Zusammenstellung der Revisionsunterlagen. Ergänzend gelten DIN VDE 0100 (Errichten von Niederspannungsanlagen), DIN VDE 0105-100 (Betrieb von elektrischen Anlagen), VOB/B für die Vertragsdurchführung sowie die jeweiligen Landesbauordnungen.

Gemäß § 53 MBO und BauGB verbleibt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Ausführung beim Bauherrn. Die fachliche Ausführung kann per Vertrag übertragen werden, die Haftung für die Auswahl eines geeigneten Beauftragten bleibt jedoch beim Bauherrn. Landesbauordnungen regeln Details vor Ort unterschiedlich, weshalb ein Blick in die jeweilige LBO des Bundeslandes Pflicht ist.

Ein Elektroingenieur hält die Ergebnisse von Prüfungen im Büro schriftlich fest.
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LPH-8-TeilleistungTypischer Bewertungsanteil
Überwachen der Ausführung auf Übereinstimmung mit Plänenetwa ein Drittel
Rechnungsprüfung, Aufmaß, Kostenfeststellungein kleiner einstelliger Anteil
Fachtechnische Abnahmeein geringer Anteil
Bautagebuch und Dokumentationein geringer Anteil
Zusammenstellung der Revisionsunterlagenein geringer Anteil

Bewertungsanteile nach HOAI-Teilleistungstabellen Technische Ausrüstung; Orientierungswerte, projektabhängig.

Welche Aufgaben fallen bei der Bauüberwachung Elektrotechnik täglich an?

Systematische Qualitätskontrollen während der Ausführung verhindern Mängel, die sonst erst bei der Abnahme sichtbar werden. Die Praxis zeigt: Wer nur am Ende prüft, findet Probleme zu spät.

Regelmäßige Prüfpunkte auf der Baustelle:

  • Sichtkontrolle der Leitungsverlegung (Biegeradien, Leitungsabstände, Befestigungsabstände)
  • Kontrolle der Schutzleiterführung und des Potenzialausgleichs
  • Prüfung von Klemmstellen und Verbindungen vor dem Verputzen
  • Dokumentation aller Planabweichungen und Änderungsanordnungen
  • Aufmaß der ausgeführten Leistungen für die Rechnungsprüfung
  • Teilnahme an Baubesprechungen und Protokollierung

Messungen (elektrische Anlagenprüfung):

  • Isolationswiderstandsmessung nach Abschluss jedes Bauabschnitts
  • Schleifenimpedanzmessung zur Überprüfung der Abschaltbedingungen
  • RCD-Prüfungen (Auslösestrom, Auslösezeit) vor Inbetriebnahme
  • Stichprobenmessungen während der Montage, nicht nur als Endprüfung

Profi-Tipp: Messen Sie nach jedem abgeschlossenen Hauptbauabschnitt, nicht erst vor der Abnahme. Stellt sich bei der Endprüfung ein Fehler heraus, ist die Wand bereits geschlossen. Stichprobenartige Zwischenmessungen kosten eine Stunde, ersparen aber Tage an Nacharbeit.

Wer darf die Bauüberwachung für Elektrotechnik durchführen?

Die Anforderungen sind klar definiert. Eine Elektrofachkraft im Sinne der DIN VDE 0105-100 und der DGUV-Vorgaben verfügt über eine abgeschlossene elektrotechnische Ausbildung, einschlägige Berufserfahrung und aktuelle Kenntnisse der relevanten Normen. Das ist die Mindestvoraussetzung für die Ausführungsüberwachung.

Für die vollständige Übernahme der LPH-8-Leistungen nach HOAI, also inklusive Rechnungsprüfung, Kostenfeststellung und Abnahme, ist in der Regel ein Ingenieur oder Techniker mit entsprechender Projekterfahrung erforderlich. Die Elektrofachkraft übernimmt typischerweise die technische Prüfung vor Ort, der Ingenieur koordiniert, dokumentiert und vertritt den Bauherrn gegenüber ausführenden Unternehmen.

Nachweise, die Sie bei der Vergabe einfordern sollten:

  • Ausbildungsnachweis (Gesellenbrief, Meisterbrief, Ingenieurabschluss)
  • Referenzliste vergleichbarer Projekte mit Ansprechpartnern
  • Nachweis aktueller Messmittelkalibrierung
  • Berufshaftpflichtversicherung mit ausreichender Deckungssumme
  • QM-Zertifikat (z. B. ISO 9001) oder vergleichbarer Qualitätsnachweis

Eine Formulierung für Leistungsbeschreibungen könnte lauten: „Der Auftragnehmer benennt eine Elektrofachkraft gemäß DIN VDE 0105-100, die nachweislich über Erfahrung in der Bauüberwachung elektrotechnischer Anlagen vergleichbarer Größenordnung verfügt.“ Wer hier pauschal formuliert und auf Nachweise verzichtet, trägt das Haftungsrisiko bei Mängeln selbst.

Wie koordiniert die Bauüberwachung Elektrotechnik mit anderen Gewerken?

Elektrotechnik ist selten das einzige Gewerk auf der Baustelle. Konflikte entstehen fast immer an Schnittstellen: Leitungsführungen, die durch Brandschutzabschnitte verlaufen, Kabeltrassen, die mit Lüftungskanälen kollidieren, oder IT-Reservekapazitäten, die in der Planung nicht berücksichtigt wurden.

Typische Abstimmungsfelder:

  • Durchdringungen in Brandschutzwänden: Abstimmung mit Brandschutzplaner über Schottungsart und Zulassung
  • Leitungsführung in Technikzentralen: Koordination mit SHK (Sanitär, Heizung, Klima) zu Trassenführung und Mindestabständen
  • Reservekapazitäten für IT und Telekommunikation: frühzeitige Abstimmung mit IT-Planer über Leerrohre und Trassendimensionierung
  • Einbaupositionen von Leuchten, Schaltern und Steckdosen: Rückkopplung mit Architektur bei Änderungen der Raumaufteilung

Kommunikationsstruktur:

  • Wöchentlicher Koordinationstermin mit Protokoll (Teilnehmer, Beschlüsse, Verantwortlichkeiten, Fristen)
  • Schnittstellenpläne als gemeinsames Dokument, das alle Gewerke pflegen
  • Änderungsprotokolle bei jeder Planabweichung, sofort und nicht nachträglich

Profi-Tipp: Ein fester wöchentlicher Koordinationstermin, immer am gleichen Wochentag, verhindert, dass Raumkonflikte erst beim Einbau auffallen. Wer diesen Termin als optional behandelt, zahlt ihn später als Nachtrag.

Wann und wie oft sollten Sie im Projektverlauf prüfen?

Bauleiter mit interdisziplinärem Hintergrund sorgen dafür, dass die verschiedenen Planungsphasen optimal aufeinander abgestimmt werden.
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Die Objektüberwachung nach HOAI LPH 8 begleitet die gesamte Ausführungsphase. Für ein mittleres Gewerbeobjekt bedeutet das in der Praxis folgende Meilensteine:

Vor Montagebeginn: Prüfung der Ausführungspläne auf Vollständigkeit, Abgleich mit Leistungsverzeichnis, Klärung offener Fragen mit dem ausführenden Unternehmen.

Nach Rohinstallation (Leerrohre, Kabeltrassen, Unterputzdosen): Sichtkontrolle der Verlegung, Fotodokumentation vor dem Verputzen, erste Stichprobenmessungen der Schutzleiter.

Vor Verputz und Abdeckung: Pflichttermin. Alles, was danach nicht mehr sichtbar ist, muss jetzt geprüft und fotografiert sein. Klemmstellen, Leitungsquerschnitte, Biegeradien.

Nach Einbau der Endgeräte (Leuchten, Schalter, Verteiler): Vollständige Isolationsmessungen, Funktionsprüfungen, Aufmaß abschließen.

Bei Abnahme und Inbetriebnahme: Alle Messprotokolle vorlegen, fachtechnische Abnahme durchführen, Abnahmeprotokoll unterzeichnen, Revisionsunterlagen übergeben.

Für ein typisches Gewerbeobjekt mit sechs Monaten Bauzeit bedeutet das wöchentliche Baustellenbesuche in der Hauptmontage und mindestens vier formale Meilensteinprüfungen. Die Prüftermine gehören von Anfang an in den Bauzeitenplan, nicht als Puffer am Ende.

Wie wird die Bauüberwachung Elektrotechnik abgerechnet?

Drei Modelle sind in der Praxis üblich, jedes mit anderen Konsequenzen für Bauherr und Planer.

AbrechnungsmodellTypische BandbreiteVorteilNachteil
HOAI-Anteil LPH 8im mittleren zweistelligen Prozentbereich des GesamthonorarsLeistungsbezogen, transparentHonorar abhängig von anrechenbaren Kosten
Tagessatztypischerweise im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich pro TagFlexibel bei unklarem UmfangKostenkontrolle schwieriger
Stundensatzim unteren dreistelligen Euro-Bereich pro Stunde üblichGenau abrechenbarAufwand schwer vorhersehbar
PauschaleProjektindividuellPlanungssicherheitRisiko liegt beim Auftragnehmer

Nebenkosten (Reisekosten, Kalibrierungskosten für Messgeräte, zusätzliche Prüfungen durch Dritte) sollten im Vertrag explizit geregelt sein, am besten über eine Kautionsversicherung zur finanziellen Absicherung. Wer das offen lässt, erlebt Überraschungen bei der Schlussrechnung. Hinweise zur Kostenkontrolle auf der Baustelle helfen, den Überblick zu behalten.

Profi-Tipp: Bauen Sie einen Puffer von 10–15 % auf das vereinbarte Honorar ein, der bei nachgewiesenen Mehrleistungen (z. B. unvorhergesehene Planänderungen, zusätzliche Messreihen) abrufbar ist. Das ist fairer als ein Pauschalvertrag, der den Auftragnehmer zwingt, Leistungen zu kürzen.

Welche Dokumente müssen bei Projektabschluss vorliegen?

Revisionsunterlagen sind kein Bonus, sondern Vertragsbestandteil. Ohne vollständige Dokumentation ist eine technische Abnahme nicht empfehlenswert.

Standardlieferungen bei Abschluss:

  • Vollständige Revisionsschaltpläne (aktualisiert nach Ausführung, nicht nach Planung)
  • Installationspläne mit eingetragenen Ist-Maßen und Leitungsführungen
  • Mess- und Prüfprotokolle (Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, RCD) mit Datum, Messgerät und Prüfer
  • Abnahmeprotokoll mit Unterschriften aller Beteiligten
  • Bedienungs- und Wartungsanleitungen für alle eingebauten Betriebsmittel
  • Fotodokumentation der verdeckten Installationen (mit Zeitstempel und Ortsangabe)

Formatempfehlung: PDF für Protokolle und Pläne, strukturierte Ordnerstruktur nach Gewerk und Bauabschnitt, Messdaten mit Zeitstempel aus dem Messgerät exportiert. Digitale Werkzeuge für Bautagebuch und Fotodokumentation erhöhen die Nachweissicherheit erheblich und erleichtern spätere Wartungsarbeiten.

Zur Verjährung: Die Gewährleistungsfrist für Bauleistungen beträgt nach VOB/B vier Jahre, nach BGB fünf Jahre. Das Abnahmeprotokoll mit Datum ist der Startpunkt. Bewahren Sie alle Prüfprotokolle mindestens bis zum Ende der Gewährleistungsfrist auf, besser länger.

Was passiert, wenn die Bauüberwachung fehlt oder mangelhaft ist?

Fehlende fachliche Bauüberwachung führt in der Praxis zu Nachträgen, Abnahmeverzögerungen und erhöhten Haftungsrisiken. Drei konkrete Fehlerbilder, die sich wiederholen:

Fehlender Potenzialausgleich: Ein Bürogebäude wird abgenommen, der Potenzialausgleich zwischen Stahlbauteilen und elektrischen Betriebsmitteln fehlt. Die Behördenabnahme scheitert. Nacharbeiten in bereits fertiggestellten Räumen kosten ein Vielfaches der ursprünglichen Installationskosten.

Falsch dimensionierte Leitungen: Ein Handwerksbetrieb installiert Zuleitungen für Maschinen mit zu geringem Querschnitt. Ohne Zwischenmessungen fällt das erst auf, als die Maschinen anlaufen und die Sicherungen auslösen. Leitungen liegen unter Estrich.

Nicht dokumentierte Planabweichungen: Leitungsführungen werden auf der Baustelle geändert, ohne Eintrag im Bautagebuch. Jahre später, bei einem Umbau, werden Leitungen angebohrt. Die Revisionsunterlagen zeigen eine andere Route.

Gegenmaßnahmen, die früh greifen: Prüfplan vor Montagebeginn festlegen, Zwischenmessungen als Vertragsbestandteil definieren, Änderungsprotokoll als Pflichtdokument einführen. Wer das von Anfang an strukturiert, vermeidet die meisten dieser Szenarien.

Wie wählen Sie den richtigen Anbieter für die Bauüberwachung aus?

Ein Angebot, das nur einen Pauschalpreis nennt und keine Leistungsbeschreibung enthält, ist kein Angebot. Hier ist ein strukturierter Prüfkatalog für Auswahlgespräche:

  1. Qualifikationsnachweis: Kann der Anbieter eine Elektrofachkraft gemäß DIN VDE 0105-100 benennen? Gibt es einen verantwortlichen Ingenieur?
  2. Referenzen: Welche vergleichbaren Projekte wurden in den letzten drei Jahren betreut? Sind Ansprechpartner erreichbar?
  3. Messmittel: Welche Messgeräte werden eingesetzt? Sind Kalibrierungsnachweise vorhanden?
  4. Dokumentationsstandard: Wie sieht ein Musterprotokoll aus? Welches Format haben die Revisionsunterlagen?
  5. Versicherung: Wie hoch ist die Berufshaftpflicht? Deckt sie Schäden aus fehlerhafter Bauüberwachung ab?
  6. Verfügbarkeit: Wie viele Projekte betreut der Anbieter parallel? Wer vertritt bei Ausfall?
  7. HOAI-Leistungsumfang: Welche Teilleistungen der LPH 8 sind im Angebot enthalten, welche nicht?

Rote Flaggen: Kein Nachweis über Messmittelkalibrierung. Pauschale Formulierungen ohne Leistungsverzeichnis. Keine Referenzen aus vergleichbaren Projekten. Fehlende Berufshaftpflicht. Wer auf Nachfrage nach einem Musterprotokoll keines vorlegen kann, hat vermutlich keines.

So arbeitet IET-Hamburg GmbH bei der Bauüberwachung Elektrotechnik

IET-Hamburg GmbH strukturiert die Objektüberwachung nach HOAI LPH 8 entlang eines festen Prüfplans, der zu Projektbeginn mit dem Auftraggeber abgestimmt wird. Jeder Meilenstein ist terminiert, die zugehörigen Prüfleistungen sind vorab definiert.

Das Bautagebuch wird digital geführt, Messungen werden mit kalibrierten Geräten durchgeführt und die Protokolle direkt im Anschluss an den Auftraggeber übermittelt. Revisionsunterlagen werden als strukturiertes PDF-Paket übergeben, nicht als Sammelordner kurz vor der Abnahme.

Ein Beispiel aus der Praxis: Bei einem Gewerbeobjekt stellte die Zwischenmessung nach Rohinstallation einen Isolationsfehler in einem Kabelabschnitt fest, der unter Estrich verlegt werden sollte. Der Fehler wurde vor dem Gießen behoben. Ohne die Zwischenmessung wäre die Leitung unter Estrich gelegen, der Fehler erst bei der Endprüfung aufgefallen. Die Konsequenz: aufgestemter Estrich, Verzögerung, Nachtrag.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie eine strukturierte Bauüberwachung für Ihr Elektroprojekt planen. Die Elektroplanung und Bauüberwachung von der Konzeptphase bis zur Übergabe ist unser Kerngeschäft.

Fachliche Bauüberwachung Elektrotechnik nach HOAI LPH 8 ist keine optionale Zusatzleistung, sondern die einzige verlässliche Methode, normkonforme Ausführung, vollständige Dokumentation und klare Haftungsverhältnisse sicherzustellen.

ThemaDetails
Rechtliche VerantwortungDer Bauherr trägt die Verantwortung; er delegiert sie vertraglich an eine qualifizierte Elektrofachkraft oder ein Ingenieurbüro.
Pflichtdokumente bei AbschlussRevisionsunterlagen, Mess- und Prüfprotokolle sowie Abnahmeprotokoll müssen vor der technischen Abnahme vollständig vorliegen.
PrüffrequenzZwischenmessungen nach jedem Hauptbauabschnitt verhindern kostspielige Nacharbeiten; reine Endprüfungen reichen nicht aus.
HonorarmodelleHOAI-Anteil LPH 8, Tagessatz oder Pauschale; Nebenkosten immer vertraglich regeln, Puffer von 10–15 % einplanen.
IET-Hamburg GmbHBietet strukturierte LPH-8-Bauüberwachung mit digitalem Bautagebuch, kalibrierten Messungen und vollständigen Revisionsunterlagen.

Was übersehen Planer bei der Bauüberwachung am häufigsten?

Die Diskussion über Bauüberwachung dreht sich oft um Qualifikationen und Normen. Was dabei zu kurz kommt: der Zeitpunkt. Wann geprüft wird, entscheidet mehr als wie geprüft wird.

Wer die Isolationsmessung als reine Abnahmeformalie behandelt, hat die Logik der Bauüberwachung nicht verstanden. Der Wert liegt in der Zwischenprüfung, nicht in der Bestätigung am Ende. Ein Fehler, der vor dem Verputzen gefunden wird, kostet eine Stunde. Derselbe Fehler nach der Abnahme kostet Tage und manchmal Wochen.

Ein zweiter blinder Fleck: Budgetplanung. Viele Auftraggeber kalkulieren Bauüberwachung als Restposten, der nach Vergabe der Hauptgewerke noch übrig bleibt. Das ist rückwärts gedacht. Die Bauüberwachung schützt das gesamte Investitionsvolumen. Wer hier spart, spart am falschen Ende.

Meine Empfehlung: Beauftragen Sie die Bauüberwachung parallel zur Ausführungsplanung, nicht danach. Wer den Überwacher erst kurz vor Baubeginn einbindet, verliert die Möglichkeit, Prüfpunkte in den Bauzeitenplan zu integrieren. Und genau das ist der Unterschied zwischen einer Bauüberwachung, die Probleme verhindert, und einer, die sie nur dokumentiert.

IET-Hamburg GmbH: Bauüberwachung Elektrotechnik mit klarer Struktur

Wer ein Bauprojekt mit elektrotechnischen Anlagen plant und eine verlässliche Bauüberwachung sucht, bekommt bei IET-Hamburg GmbH einen Partner, der den gesamten LPH-8-Prozess strukturiert abwickelt: von der Prüfplanung zu Projektbeginn über Meilenstein-Checks mit kalibrierten Messgeräten bis zur vollständigen Übergabe der Revisionsunterlagen.

IET-Hamburg GmbH

Der konkrete Vorteil gegenüber einer internen Lösung: klare Dokumentationsstandards, unabhängige Prüfprotokolle und eine Berufshaftpflicht, die im Schadensfall greift. Kein Bautagebuch als Nachlieferung, keine Messprotokolle auf Zuruf. Alles strukturiert, termingerecht und übergabefähig.

Fordern Sie jetzt ein erstes Orientierungsgespräch an und klären Sie, welche LPH-8-Leistungen für Ihr Projekt sinnvoll sind. Oder schauen Sie direkt auf der Kontaktseite vorbei.

Nützliche Quellen und Normen für die Bauüberwachung Elektrotechnik

Wer tiefer einsteigen will, findet hier die wichtigsten Grundlagen:

  • HOAI Anlage 15, LPH 8: Gesetzlicher Text der Teilleistungen Objektüberwachung Technische Ausrüstung
  • HOAI-Teilleistungstabellen Technische Ausrüstung: Konkrete Bewertungsanteile für LPH-8-Unteraufgaben als Verhandlungsbasis
  • Objektüberwachung LPH 8 (PROJEKT PRO): Praxisnahe Erläuterung der Leistungsphase
  • VV BAU-STE (Eisenbahn-Bundesamt): Verwaltungsvorschrift für die Überwachung elektrotechnischer Anlagen im Infrastrukturbereich
  • Elektrofachkraft: Qualifikation und Anforderungen (DKE): Normative Definition und Anforderungsprofil
  • DIN VDE 0100: Errichten von Niederspannungsanlagen (Beuth Verlag)
  • DIN VDE 0105-100: Betrieb von elektrischen Anlagen (Beuth Verlag)
  • VOB/B: Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen
  • § 6 BauPrüfVO: Regelung zur stichprobenartigen Überwachung der Bauausführung

Die Stichprobenprüfung nach § 6 BauPrüfVO ist kein Freifahrtschein für seltene Kontrollen. Sie ist „in einem Umfang und einer Häufigkeit vorzunehmen, dass ein ausreichender Einblick in die Bauausführung gewährleistet ist.“ Was das konkret bedeutet, hängt vom Projekt ab. Im Zweifel mehr prüfen, nicht weniger.

Empfehlung für Vergabegespräche: Drucken Sie die LPH-8-Teilleistungstabelle aus und gehen Sie jeden Punkt mit dem potenziellen Auftragnehmer durch. Welche Leistungen sind im Angebot enthalten? Welche nicht? Diese zehn Minuten sparen später Wochen.

FAQ

Wer darf die Bauüberwachung Elektrotechnik durchführen?

Die Bauüberwachung elektrotechnischer Anlagen darf nur von einer Elektrofachkraft gemäß DIN VDE 0105-100 oder einem Ingenieur mit entsprechender Qualifikation durchgeführt werden. Der Bauherr trägt die Verantwortung für die Auswahl einer geeigneten Person und kann diese Aufgabe vertraglich delegieren.

Was kostet die Bauüberwachung durch einen Fachplaner?

Orientierungswerte liegen bei Tagessätzen im vierstelligen Bereich oder Stundensätzen im unteren dreistelligen Bereich; alternativ wird ein HOAI-Anteil im mittleren zweistelligen Prozentbereich des Gesamthonorars für LPH 8 vereinbart. Die genauen Kosten hängen vom Projektumfang, der Prüffrequenz und den vereinbarten Nebenleistungen ab.

Welche Dokumente muss die Bauüberwachung am Ende liefern?

Pflichtlieferungen sind Revisionsunterlagen, Mess- und Prüfprotokolle (Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, RCD), Abnahmeprotokoll sowie Bedienungs- und Wartungsanleitungen für alle eingebauten Betriebsmittel.

Was passiert, wenn keine fachliche Bauüberwachung beauftragt wird?

Ohne qualifizierte Bauüberwachung steigen das Risiko von Funktionsmängeln, Abnahmeverzögerungen und Haftungsansprüchen erheblich. Nachträge für Nacharbeiten an bereits verdeckten Installationen sind eine der häufigsten Kostenquellen bei unzureichend überwachten Projekten.

Wie unterstützt IET-Hamburg GmbH bei der Bauüberwachung?

IET-Hamburg GmbH übernimmt die vollständige Objektüberwachung nach HOAI LPH 8: Prüfplanung, Meilenstein-Checks, kalibrierte Messungen, digitales Bautagebuch und Übergabe vollständiger Revisionsunterlagen. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf der Leistungsseite zur Objektüberwachung.

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