Kurz gesagt:
- Die Lastaufnahme sollte genau analysiert und priorisiert werden, um das passende Notstromaggregat effizient auszulegen.
- Für kritische Verbraucher wie Sicherheitsbeleuchtung, Lüftungsanlagen und Serverräume ist mit Anlaufströmen bis das Fünffache ihrer Nennleistung zu rechnen.
- Hybridlösungen aus Diesel- oder BHKW-Generatoren, Batteriespeichern und PV-Anlagen sind im Jahr 2026 die gängige Praxis, erfordern aber eine detaillierte Schnittstellenplanung.
- Eine Autarkiedauer von 72 Stunden ist nur ein Richtwert für KRITIS, bei kleineren Gebäuden kann eine kürzere Dauer wirtschaftlich sinnvoll sein.
- Regelmäßige Lasttests, klare organisatorische Regeln und die frühzeitige Einbindung aller Planungsphasen verhindern teure Fehler im Notstromkonzept.
Schritt 1: Bedarfsanalyse und Priorisierung der Lasten
Am Anfang jeder seriösen Planung steht die Frage: Was muss wirklich weiterlaufen, wenn das Netz ausfällt? Nicht alles. Und genau da scheitern viele Konzepte schon, weil zu großzügig priorisiert wird und am Ende ein Aggregat gekauft wird, das doppelt so groß und doppelt so teuer ist wie nötig.

Der BBK-Leitfaden macht die Trennung klar: zwingend zu sichernde Systeme wie Sicherheitsbeleuchtung und Rettungswege einerseits, optionale Betriebsprozesse andererseits. Diese Unterscheidung ist keine Formalität, sie entscheidet über die gesamte Systemauslegung.
Kritische Verbraucher in den meisten Gebäudetypen:
- Sicherheitsbeleuchtung und Brandmeldeanlage
- Lüftungsanlagen mit Sicherheitsfunktion (Rauchabzug, Druckbelüftung von Treppenräumen)
- Kühlung für IT, Medikamente oder Laborproben
- Serverräume und zentrale IT-Infrastruktur
- Hebeanlagen, Abwasserpumpen, Löschwasserversorgung
- Mindestens ein Aufzug bei Gebäuden mit Personen mit Mobilitätseinschränkung
Bei der Leistungsermittlung reicht der Blick auf die Dauerleistung nicht. Motoren, Pumpen und Aufzüge ziehen beim Start ein Vielfaches ihrer Nennleistung, oft das Drei- bis Fünffache für wenige Sekunden. Wer diesen Anlaufstrom in der Bemessung ignoriert, bekommt ein Aggregat, das im Betrieb einfach abschaltet oder in die Überlastsicherung geht. Genau das dokumentiert auch der BBK-Praxisleitfaden als häufigen Fehler in bestehenden Anlagen.
Für die Dokumentation empfiehlt sich eine strukturierte Energiebilanz, die pro Verbraucher folgende Werte festhält:
| Verbraucher | Dauerleistung (kW) | Anlaufstrom-Faktor | Priorität | Versorgungsdauer |
|---|---|---|---|---|
| Sicherheitsbeleuchtung | 5 | gering | zwingend | 3 Stunden (ASR-Mindestwert je Einsatzfall) |
| Rauchabzugsanlage | 15 kW | mittel bis hoch | zwingend | bis Räumung abgeschlossen |
| Serverraum-Kühlung | 20 kW | mittel | zwingend | durchgängig |
| Aufzug (ein Stück) | 11 kW | hoch | zwingend (Barrierefreiheit) | durchgängig |
| Bürobeleuchtung allgemein | 30 kW | gering | optional | keine |
Diese Tabelle ist ein Ausgangspunkt, keine Blaupause. Jedes Gebäude hat eine andere Mischung, und genau diese Individualität ist der Grund, warum die Bedarfsanalyse nicht per Checkliste im Büro erledigt wird, sondern eine Begehung mit belastbaren Zählerdaten braucht.
Technische Optionen: Generatoren, BHKW, Brennstoffzellen, Batterie-USV, PV und Hybridlösungen
Sobald der Lastumfang steht, folgt die Systemwahl. Und hier gibt es keine Universallösung, jede Technik hat ihren Platz und ihre Grenze.
Stationäre Dieselaggregate sind nach wie vor das Rückgrat der klassischen Ersatzstromversorgung. Sie liefern hohe Leistung zuverlässig ab, brauchen aber einen eigenen Aufstellraum mit Brandschutzanforderungen, eine Abgasführung und einen Kraftstofftank, dessen Größe direkt die Autarkiedauer bestimmt. Die AMEV-Empfehlung Ersatzstrom unterscheidet hier klar zwischen SSVA, ESVA und EVA, eine Einordnung, die für die Baugenehmigung entscheidend ist.
BHKW und Brennstoffzellen bieten einen Zusatznutzen, den ein reines Notstromaggregat nicht hat: Sie laufen im Regelbetrieb mit und liefern Abwärme für Heizung oder Warmwasser. Das macht sie wirtschaftlich attraktiv, wenn ohnehin ein Wärmebedarf besteht. Der Haken: Emissions- und Genehmigungsauflagen sind komplexer als bei einem reinen Notstromdiesel, und die Umschaltung in den Ersatzstrombetrieb muss technisch anders gelöst werden als beim klassischen Aggregat.
Batteriespeicher und USV-Anlagen schließen die Lücke, die kein Generator schließen kann: die Zeitspanne zwischen Netzausfall und Anlaufen des Aggregats. Für IT-Systeme, medizinische Geräte oder Steuerungstechnik ist diese unterbrechungsfreie Absicherung oft wichtiger als die reine Ausfalldauer. Wer die Details zur Dimensionierung braucht, findet dazu vertiefende Hinweise im Beitrag zur USV-Anlagenplanung. Die Grenze der Batterietechnik liegt bei der Dauer: Für Stunden ist sie ideal, für Tage wird sie schnell unwirtschaftlich groß.
Photovoltaik mit Speicher gehört in dieses Bild, aber mit einer klaren Einschränkung: PV-Anlagen sind wetterabhängig und liefern im Blackout-Szenario keine garantierte Grundlast. Sie ergänzen ein Notstromkonzept sinnvoll, ersetzen es aber nicht. Wer eine PV-Integration plant, sollte das früh mit der Elektroplanung abstimmen, wie im Leitfaden zur PV-Elektroplanung beschrieben.
Die technische Realität in 2026: Die meisten funktionierenden Konzepte sind Hybride.
- Diesel oder BHKW für die Grundlastfähigkeit über Stunden bis Tage
- Batteriespeicher für die unterbrechungsfreie Übergangszeit
- PV als wirtschaftliche Ergänzung im Normalbetrieb
- Eine Steuerung, die zwischen den Systemen automatisch priorisiert
Genau diese Schnittstellenplanung, also wer wann zuschaltet und wie die Lasten dabei verteilt werden, ist der Punkt, an dem viele Konzepte in der Ausführung scheitern. Nicht weil die Komponenten falsch gewählt wurden, sondern weil das Zusammenspiel nie durchgerechnet wurde.
Autarkie-Planung und Kraftstoffversorgung: die 72-Stunden-Frage praktisch entscheiden
72 Stunden. Diese Zahl taucht in fast jedem Notstromgespräch auf und wird oft falsch verstanden. Der BBK-Leitfaden nennt sie als Richtwert für kritische Einrichtungen, die ohne Nachbetankung durchhaltefähig sein müssen. Das ist eine Empfehlung für KRITIS-Betriebe, kein baurechtlicher Zwang für jedes Bürogebäude.
Für Krankenhäuser oder Rechenzentren ist diese Größenordnung ein sinnvoller Ausgangspunkt. Für ein Bürogebäude mit ausschließlich sicherheitsrelevanten Lasten kann eine deutlich kürzere Autarkiedauer wirtschaftlich vertretbarer sein, solange die Nachschubkette geklärt ist.
So gehen Sie die Entscheidung praktisch an:
- Kraftstoffbedarf pro Stunde aus der Aggregatleistung und dem spezifischen Verbrauch errechnen
- Gewünschte Autarkiedauer mit dem Bedarf multiplizieren, daraus die Tankgröße ableiten
- Lageranforderungen prüfen: Wasserschutzgebiete, Auffangwannen, Abstandsflächen zu Nachbargebäuden
- Genehmigungspflicht klären, größere Diesellager unterliegen oft der Umweltschutzauflage der jeweiligen Behörde
- Nachschubstrategie festlegen: feste Liefervereinbarung mit einem Kraftstoffhändler oder Rückgriff auf mobile Netzersatzanlagen im Eskalationsfall
Der Musternotfallplan Stromausfall zeigt, wie mobile Aggregate als Verstärkung eingeplant werden, vorausgesetzt, Anschlusspunkte und Aufstellflächen sind vorher definiert und nicht erst im Ernstfall gesucht.
Profi-Tipp: Legen Sie die Tankgröße nie exakt auf den errechneten Bedarf aus, sondern mit einem Puffer für Lieferverzögerung, denn Nachschub in einer großflächigen Störung dauert fast immer länger als geplant.
Notfallkonzept: organisatorische Regeln, Führungsstruktur und Ablauf „Betrieb unter Notstrom“
Die beste Technik nützt wenig, wenn niemand weiß, wer im Ernstfall was entscheidet. Ein Notfallkonzept regelt genau das: Wer löst aus, wer schaltet um, wer informiert wen.
Die Führungsorganisation braucht klare Rollen:
- Eine verantwortliche Person für die Auslösung der Notstromversorgung
- Einen technischen Verantwortlichen für die Überwachung der Anlage im Betrieb
- Eine Kommunikationsschnittstelle zu Nutzern, Mietern oder Behörden
- Eine dokumentierte Vertretungsregelung, falls die Hauptperson nicht erreichbar ist
Der Ablauf selbst folgt typischerweise diesem Muster: Netzausfall wird erkannt, automatische oder manuelle Auslösung der Umschaltung, priorisierte Zuschaltung nach der zuvor festgelegten Lastreihenfolge, laufende Überwachung der Betriebsparameter, geordnete Rückschaltung ins Netz nach Wiederherstellung.
Was in der Praxis oft fehlt, ist die Abschaltlogik am Ende der Kette. Wenn die Kapazität knapp wird, muss klar geregelt sein, welche optionalen Verbraucher zuerst vom Netz gehen, nicht per Bauchentscheidung im Stress, sondern nach vorher festgelegter Priorität.
Für die Dokumentation gilt:
- Alarmierungswege schriftlich festhalten, inklusive Vertretungsketten
- Schulungsintervalle für das verantwortliche Personal festlegen
- Jeden tatsächlichen Notstromeinsatz protokollieren, auch kurze Testfälle
- Kommunikationswege zu externen Stellen (Netzbetreiber, Behörden, Mieter) dokumentieren
Diese organisatorische Ebene wird in der Elektroplanung häufig unterschätzt, weil sie nicht in kW oder Ampere messbar ist. Genau deshalb fällt sie oft durchs Raster, bis der erste echte Ausfall zeigt, wo die Lücken liegen.
Integration erneuerbarer Energien, Microgrids und Lastmanagement
PV-Speicher-Systeme und Microgrids sind kein Ersatz für ein klassisches Notstromkonzept, aber eine sinnvolle Ergänzung, wenn sie richtig eingebunden werden. Die Grundvoraussetzung dafür ist Inselbetriebsfähigkeit: Das System muss ohne Netzanbindung starten können, ein sogenannter Blackstart, was nicht jede PV-Anlage von Haus aus kann.
Laut der DKE-Fachdiskussion zu Microgrids erhöhen solche Systeme die Resilienz messbar, sind aber kapitalintensiv und verlangen individuelle technische Lösungen statt Standardkomponenten von der Stange.
Für die Praxis heißt das:
- Microgrids für ganze Quartiere lohnen sich meist nur bei mehreren beteiligten Gebäuden mit gemeinsamer Investitionsbereitschaft
- Für ein Einzelobjekt ist die Kombination aus Batteriespeicher und bestehender PV-Anlage der realistischere Ansatz
- Lastmanagement entscheidet, welche Verbraucher bei begrenzter Notstromkapazität automatisch abgeschaltet oder zeitversetzt zugeschaltet werden
- Eine Anbindung an die Gebäudeleittechnik macht diese Steuerung automatisierbar statt manuell im Krisenfall
Wer sich mit den technischen Details von Lastmanagement-Strategien beschäftigt, findet praktische Hinweise dazu im Beitrag zum Lastmanagement für Elektroplaner. Die Schnittstelle zur GLT ist dabei kein Nice-to-have, sondern der Punkt, an dem aus Einzelkomponenten ein funktionierendes System wird.
Betrieb, Wartung und Testläufe: wie Notstromsysteme tatsächlich zuverlässig bleiben
Ein Notstromsystem, das nie unter Last getestet wurde, ist eine Wette. Und die geht in der Praxis häufiger schief, als man denkt. Der BBK-Praxisleitfaden benennt genau das als wiederkehrendes Problem: fehlende realistische Lasttests und vernachlässigte Wartung führen zu Ausfällen, obwohl die Anlage technisch einwandfrei geplant war.
Regelmäßige Prüfpunkte, die in kein Wartungsprotokoll fehlen dürfen:
- Funktionstest des Aggregats unter Last, nicht nur im Leerlauf
- Batteriekapazität und Ladezustand bei USV-Anlagen
- Kraftstoffqualität im Tank, Diesel altert und kann bei langer Lagerung Probleme verursachen
- Umschalttechnik: Automatikschaltung testen, nicht nur visuell prüfen
- Filter, Kühlsysteme und Abgasanlagen bei Verbrennungsaggregaten
Ein Testlauf im Leerlauf sagt wenig darüber aus, ob das System den tatsächlichen Anlaufstrom von Aufzügen oder Pumpen stemmen kann. Deshalb gehört eine Simulation der realen Anlaufsituation in jedes seriöse Prüfprotokoll, nicht nur der Sichttest am Bedienpanel.
Profi-Tipp: Planen Sie Lasttests so, dass mindestens die kritischsten Verbraucher gleichzeitig zugeschaltet werden, denn genau dieser Moment zeigt, ob die Dimensionierung wirklich passt.
Die Wartung hängt eng mit der Vertragsgestaltung zusammen: Wer betreibt die Anlage, wer haftet bei Ausfall, welche Prüfintervalle sind vertraglich fixiert? Diese Fragen sollten spätestens bei der Abnahme geklärt sein, wie auch im Beitrag zur Abnahme der Elektroanlage beschrieben.
Normen, Regelwerke und Prüfanforderungen kurz erklärt
Für die Planung sind einige Regelwerke unverzichtbar, auch wenn nicht jedes davon bindendes Recht ist. Der Unterschied zwischen Empfehlung und Pflicht ist für die Baugenehmigung entscheidend.
- Der BBK-Leitfaden liefert den 72-Stunden-Richtwert und Hinweise zur Bedarfsermittlung, ist aber eine Empfehlung, kein Gesetz
- Die AMEV-Empfehlung Ersatzstrom unterscheidet SSVA, ESVA und EVA und gibt konkrete Planungs- und Betriebshinweise für öffentliche Gebäude
- VDE- und DIN-Normen regeln die technischen Übergabepunkte, etwa für mobile Netzersatzanlagen
- ASR A3.4 konkretisiert Anforderungen an Sicherheitsbeleuchtung in Arbeitsstätten und verlangt eine Gefährdungsbeurteilung
Die Unterscheidung SSVA, ESVA, EVA hat direkte baurechtliche Folgen. Eine Sicherheitsstromversorgungsanlage (SSVA) unterliegt strengeren Anforderungen als eine Ersatzstromversorgungsanlage, weil sie sicherheitsrelevante Systeme wie Rettungswegbeleuchtung versorgt. Wer diese Einordnung in der Genehmigungsplanung übersieht, riskiert Nachforderungen der Bauaufsicht, mitten im Projekt, wenn eine Korrektur richtig teuer wird.
Verbindliche Pflichten entstehen typischerweise über drei Kanäle: die Baugenehmigung selbst, wenn Sicherheitsbeleuchtung oder Rettungswege betroffen sind, den Arbeitsschutz über die ASR-Vorgaben, und bei KRITIS-Betreibern über eigene Auflagen zur Versorgungssicherheit.
Umsetzung: typischer Projektfahrplan, Kostenfaktoren und organisatorische Stolperfallen
Ein Notstromkonzept entsteht nicht am Reißbrett in einer Woche. Es folgt, wie jede seriöse Elektroplanung, einem Phasenablauf, der sich an den HOAI-Leistungsphasen orientiert.
- Grundlagenermittlung: Bedarf, Lastprofile und rechtlicher Rahmen werden erfasst
- Vorplanung: Systementscheidung (Aggregat, BHKW, Hybrid) und grobe Dimensionierung
- Entwurfsplanung: Konkrete Auslegung, Aufstellorte, Schnittstellen zur Gebäudetechnik
- Genehmigungsplanung: Abstimmung mit Bauaufsicht, Brandschutz und gegebenenfalls Umweltbehörde
- Ausführungsplanung: Detaillierte Pläne für die Umsetzung auf der Baustelle
- Vergabe und Bauüberwachung: Kontrolle der Ausführung, Abnahme, Inbetriebnahme mit Lasttest
Die Kostentreiber liegen selten dort, wo man sie zuerst vermutet. Das Aggregat selbst ist oft nicht der größte Posten, Brandschutzanforderungen für den Aufstellraum, Tankeinhausung und die Schnittstellenplanung zur Gebäudeleittechnik summieren sich schnell zu einem erheblichen Anteil der Gesamtkosten.
Typische Stolperfallen, die eine frühe Fachplanung verhindert: Die Aggregatgröße wird nach Bauchgefühl statt nach echter Lastanalyse gewählt. Die Genehmigungsfrage für den Kraftstofftank wird erst nach der Ausführungsplanung gestellt, dann ist die Planung schon zu weit fortgeschritten für eine günstige Korrektur. Und die Schnittstelle zur Automatisierung wird komplett vergessen, bis am Ende zwei Systeme nicht miteinander sprechen.
Fachmeinung des Autors: Praxisfälle, Richtentscheidungen und knappe Empfehlungen
Nach vielen Projekten mit unterschiedlichen Notstromkonzepten sage ich es klar: Die teuersten Fehler entstehen nicht durch falsche Technik, sondern durch zu späte Einbindung der Fachplanung. Wenn das Aggregat schon bestellt ist, bevor die Lastanalyse steht, korrigiert man nur noch Symptome.
Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Bürogebäude mit Serverraum bekam ein überdimensioniertes Dieselaggregat, weil niemand den tatsächlichen IT-Bedarf gemessen hatte, sondern grob geschätzt wurde. Ergebnis: doppelte Investitionskosten, ohne zusätzlichen Sicherheitsgewinn.
Meine Prüfpunktliste für jedes neue Projekt: echte Lastmessung statt Schätzung, klare Trennung zwingend versus optional, Genehmigungsfragen vor der Entwurfsplanung klären, nicht danach. Wer diese drei Punkte ernst nimmt, spart in der Regel mehr Geld, als die Fachplanung selbst kostet.
Wie IET Hamburg bei Notstromkonzepten unterstützt
Ein Notstromkonzept, das auf dem Papier gut aussieht, aber in der Ausführung an Schnittstellen und Genehmigungen scheitert, kostet am Ende mehr als die Planung selbst. Genau hier setzt unsere Arbeit an.

Wir begleiten Projekte von der Grundlagenermittlung bis zur Objektüberwachung und bemühen uns um transparente Kostendarstellung und Zeitpläne, um Überraschungen im Bauprozess zu vermeiden. Das umfasst:
- Grundlagenermittlung, Vorplanung und Entwurfsplanung als Basis für die Systementscheidung
- Genehmigungsplanung, abgestimmt mit Bauaufsicht und Brandschutz
- Ausführungsplanung mit klaren Schnittstellen zur Gebäudeleittechnik
- Bauüberwachung bis zur Abnahme, inklusive Lasttest-Dokumentation
Architekten, Generalplaner und Projektverantwortliche, die ein fachlich fundiertes Notstromkonzept umsetzen möchten, können auf der Leistungsseite Elektroplanung weitere Informationen finden. Sprechen Sie uns an, wenn Sie ein konkretes Projekt vor sich haben, wir klären in einem ersten Gespräch, welche Leistungsphase für Sie den richtigen Startpunkt bildet.
Quellen
Für die Vertiefung einzelner Aspekte:
- BBK: Pressemitteilung zum aktualisierten Notstromleitfaden
- AMEV: Hinweise Ersatzstrom (2024)
- DKE / Blog: Microgrids und Resilienz
- Musternotfallplan Stromausfall (RP Baden‑Württemberg, PDF)
FAQ
Kann ich mein Eigenheim mit Notstrom versorgen?
Ja, für Einfamilienhäuser gibt es sowohl mobile Aggregate als auch fest installierte Lösungen, die sich an der tatsächlichen Lastanalyse orientieren sollten. Wichtig ist, kritische Verbraucher wie Kühlung, Heizungssteuerung oder medizinische Geräte klar von optionalen Verbrauchern zu trennen, bevor die Systemgröße festgelegt wird.
Was braucht man für 14 Tage Blackout?
Eine reine Aggregatlösung ohne gesicherte Nachschubkette reicht bei längeren Ausfallzeiten meist nicht aus, da der Kraftstoffbedarf sehr groß wird. Besser ist eine Kombination aus ausreichender Kraftstoffbevorratung, einer verlässlichen Liefervereinbarung und ergänzender PV-Speicher-Kapazität für die Grundversorgung.
Was ist ein Notfallkonzept bei Stromausfall?
Ein Notfallkonzept legt fest, wer im Ernstfall die Notstromversorgung auslöst, wer die Anlage überwacht und wie die Rückkehr zum Normalbetrieb organisiert wird. Es umfasst Führungsstruktur, Kommunikationswege und eine dokumentierte Priorisierung, welche Verbraucher bei begrenzter Kapazität zuerst abgeschaltet werden.
Wie viel kW Notstrom wird für ein Einfamilienhaus benötigt?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten, weil der Bedarf von der individuellen Ausstattung abhängt, von der Heizungspumpe bis zur Kühltruhe. Eine belastbare Aussage liefert nur eine Lastaufnahme vor Ort, bei der Dauerleistung und Anlaufströme der wichtigsten Geräte gemessen werden.